Spielabhängigkeit
Zwanghaftes, exzessives Spielen kann zu schwerwiegenden Problemen führen.
Die Schweizer Casinos sind sich der mit dem Glücksspiel verbundenen Gefahren bewusst und setzen sich für ein sozialverträgliches Glücksspiel ein. Jede Spielbank muss über ein auf ihre Verhältnisse abgestimmtes Sozialkonzept verfügen, dessen Anwendung von der Eidg. Spielbankenkommission überwacht wird. Hauptziel ist die Früherkennung, resp. die Vermeidung von Spielabhängigkeit.
Weder die besten präventiven Vorkehrungen noch die existierenden greifenden Massnahmen können aber den Einzelnen völlig von seiner Eigenverantwortung entbinden.
Wer hinter den präventiven Massnahmen eine blosse Alibiübung vermutet, übersieht die ökonomische Dimension eines verantwortungsbewussten Umgangs mit dem Thema Spielabhängigkeit. Casinos leben nicht von spielabhängigen Gästen, sondern von langjährigen und massvoll spielenden Casinobesuchern. Zwanghafte Spieler schädigen das Image der Betriebe und vertreiben so jene Gäste, die sich einfach amüsieren wollen.
Der Begriff „Spielsucht“ wird häufig unreflektiert verwendet. Für die Erkennung von Spielsucht (pathologisches Spielen) existieren internationale diagnostische Richtlinien. Eine solche Diagnose kann nicht von Angestellten einer Spielbank, sondern muss von einer Fachperson getroffen werden.

