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Besteuerung

Der Bund erhebt auf dem Bruttospielertrag der Casinos die Spielbankenabgabe (eine Sondersteuer). Der Bruttospielertrag ist die Differenz zwischen den Spieleinsätzen und den ausbezahlten Spielgewinnen.

 

Bei der Spielbankenabgabe erfolgt die Abschöpfung nicht auf dem tatsächlich erzielten Gewinn, sondern auf dem Bruttospielertrag. Nach Abzug der Spielbankenabgabe hat das Casino vom Rest seine sämtlichen Kosten und Aufwendungen zu decken. Der danach allenfalls verbleibende Gewinn unterliegt der ordentlichen Unternehmens-Gewinnsteuer. Die Spielbankenabgabe ist geschuldet, unabhängig davon, ob eine Spielbank einen Gewinn erzielt oder nicht. Die Spielbankenabgabe wird zusätzlich zu den anderen Steuern erhoben. Es kann von einer „Vorabbesteuerung“ durch die Spielbankenabgabe gesprochen werden.

 

Der Abgabesatz ist progressiv ausgestaltet und liegt zwischen 40 und 80 Prozent. Das bedeutet für Spielbanken mit einem Bruttospielertrag von über 90 Mio. Franken, dass jede zusätzliche Million Franken Bruttospielertrag mit 80 Prozent besteuert wird. Der Abgabesatz für Spielbanken mit einer A- und B-Konzession wurde auf den 1. Januar 2010 angeglichen.

 

Der Bundesrat kann den Abgabesatz reduzieren für Spielbanken, die wesentlich vom saisonalen Tourismus abhängig sind (Bergcasinos) oder wenn eine Spielbank ihre Erträge wesentlich für öffentlichen Interessen oder für gemeinnützige Zwecke einsetzt.

 

Spielbankenabgabe fliesst in die AHV

 

Die Erträge der Spielbankenabgabe fliessen in erster Linie in die  AHV. Damit leisten die Casinos einen wesentlichen Beitrag an die Gemeinschaft. Die Spielbankenabgabe der Casinos mit einer A-Konzession fliesst vollumfänglich in die AHV. Die Abgabe der Casinos mit einer B-Konzession geht zu 60% in die AHV und zu 40% an den Standortkanton.

 

Geleistete Spielbankenabgaben

 

2003:     260,8 Mio. Franken

2004:     371,8 Mio. Franken

2005:     443,1 Mio. Franken

2006:     495,4 Mio. Franken

2007:     539,4 Mio. Franken

2008:     517,0 Mio. Franken

2009:     479,0 Mio. Franken

2010:     453,2 Mio. Franken