Prävention Spielsucht

Spielen bietet Unterhaltung, es birgt aber auch das Risiko der Spielsucht. Spielsucht kann nicht nur in Casinos, sondern ebenso im Internet, bei Sportwetten, bei den boomenden illegalen Spie­langeboten und bei modernen Finanzprodukten (Börsenhandel etc.) entstehen. In den Casinos können die Spieler geschützt und spielsuchtgefährdete Personen identifiziert und gesperrt werden. Die Eidg. Spielbankenkommission ESBK überprüft die Massnahmen der Casinos gegen die Spiel­sucht regelmässig. Fehlbaren Casinos kann die Konzession entzogen werden.

Strikte Eingangskontrollen

Vor dem Eintritt ins Casino muss sich jeder Gast mit einem gültigen amtlichen Ausweis ausweisen. Dabei wird geprüft, ob der Gast mindestens 18 Jahre alt und nicht im Register der gesperrten Personen aufgelistet ist, das von allen Spiel­banken gemeinsam geführt wird. Minderjährige und Personen mit Spielsperre werden so in kein Schweizer Casino eingelassen.

Jährlich 3000 Spielsperren

Die Casinos sind verpflichtet, eine Sperre an­zuordnen, wenn sie wissen oder annehmen müssen, dass ein Gast über seinen finanziellen Verhältnissen spielt. Die Casinos müssen des­halb häufig oder mit hohen Einsätzen spielende Gäste überprüfen und von ihnen Lohnausweise, Betreibungsregisterauszüge und weitere Anga­ben zur finanziellen Situation verlangen. Wenn sich daraus zeigt, dass sich ein Gast das Spielen finanziell nicht leisten kann oder wenn er die Unterlagen nicht einreicht, wird er gesperrt. Die Casino-Mitarbeiter werden regelmässig darin geschult, Spiel-suchtgefährdete früh zu erkennen und auf ein eventuelles Suchtproblem anzu­sprechen. Jährlich werden über 3000 Personen gesperrt (freiwillig oder durch ein Casino an­ge­ordnet). Die Sperre kann nur nach einer Über­prüfung der finanziellen Situation und in der Regel frühestens nach einem Jahr aufgehoben werden. Aktuell sind ca. 50‘000 Spielsperren in Kraft.

Spielsucht geht zurück

Der Hauptvorbehalt gegen die Zulassung von Spielbanken war die vermutete Zunahme von Glücksspielsucht. Das Gegenteil ist eingetroffen. Die von der Eidg. Spielbankenkommission ESBK 2014 in Auftrag gegebene Studie «Glücksspiel: Verhalten und Problematik in der Schweiz» kommt zum Schluss, dass in der Schweiz die Spielsucht zurück geht (www.esbk.admin.ch / Publikationen / Berichte und Studien). Der von den Spielbanken umgesetzte Sozialschutz be­währt sich also gut.

Zusammenarbeit mit Fachstellen

Jede Spielbank arbeitet mit einer Suchtpräventionsstelle und einer Therapieeinrichtung zusammen, an die Problemspieler weitergeleitet werden. Der Schweizer Casino Verband unterstützt Telefon 143 «Die Dargebotene Hand» jährlich mit einem namhaften Beitrag. Bei Problemen können sich Casinogäste rund um die Uhr an Telefon 143 wenden und werden dort kostenlos und anonym beraten.

Begriffe und Häufigkeit der Spielsucht

Von Spielsucht, genauer von pathologischem Spielen, sind in der Schweiz  zwischen 0.2 und 0.8% der Bevölkerung über 16 Jahren betroffen (0.5% entsprechen rund 35‘000 Personen). Oft wird auch die Kategorie der problematischen Spieler erwähnt. Problematische Spieler erfüllen bei den einschlägigen Testverfahren zwar einige, aber nicht genügend Kriterien, um als spiel­süchtig bezeichnet zu werden.

 

 

Strenge Kontrollen

Eintritt in Schweizer Casinos erst ab 18 Jahren 

Eintritt nur mit gültigem amtlichen Ausweis

Abgleichung mit gesamtschweizerisch gültiger Sperrliste

Hier finden Sie Hilfe

Spielsucht ist eine Krankheit, die behandelbar ist. Wer zu viel Geld oder zu viel Zeit für das Spielen einsetzt, sollte vom Casino unbedingt eine Spielsperre verlangen und eine Beratungsstelle konsultieren. Auch Angehörige von spielsuchtgefährdeten Personen können beim Casino eine Spielsperre beantragen.

Beratungsstellen:

SOS Spielsucht - kostenlose, anonyme Helpline in vielen Sprachen

Die Dargebotene Hand Telefon 143 Berät Sie anonym und rund um die Uhr bei Spielproblemen.

RADIX - Zentrum für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte